Platin und Diamant: Kö-Bogen II erhält die höchsten DGNB Zertifizierungen

Das Geschäfts- und Bürogebäude Kö-Bogen II in Düsseldorf zeichnet sich nicht nur durch Europas größte Grünfassade aus: Neben dem DGNB Zertifikat Platin hat der Kö-Bogen II sogar den weltweit einzigartigen DGNB Diamant erhalten - ein glänzender Erfolg, auch für die Umwelt. Wie das klappt, zeigt das Nachhaltigkeitsprojekt Kö-Bogen II.

Zukunftsweisend: Green Building

Kö-Bogen II

DGNB Zertifikat Platin & Diamant für den Kö-Bogen II © Jürgen Biniasch / GEZE GmbH

Nachhaltiges Bauen wird immer wichtiger, um die Umweltauswirkungen des Baugewerbes zu reduzieren. Schließlich ist der Bau- und Gebäudesektor für etwa 30 % der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Immer mehr Bauherren und Investoren sind daher an umweltfreundlichen und nachhaltigen Gebäuden und Bauprojekten, den sogenannten Green Buildings, interessiert.

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International anerkannt: DGNB Zertifizierungen für nachhaltige Gebäude

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) bewertet die Nachhaltigkeit von Gebäuden. Die DGNB Zertifizierung kann je nach angestrebter Stufe (Gold, Silber, Bronze, Platin) und Gebäudekategorie (Neubau, Bestand, Quartier) variieren. Die DGNB Zertifizierungen sind vor allem in Deutschland, aber auch international, anerkannt. Eine unabhängige Prüfung stellt sicher, dass Gebäude die anspruchsvollen DGNB Kriterien erfüllen.

Wichtig für erfolgreiche DGNB Zertifizierungen: Dokumentation und Prüfung

Um sicherzustellen, dass die erforderlichen Kriterien für eine DGNB Zertifizierung erfüllt werden, ist es wichtig, dass alle Beteiligten - Architekten, Ingenieure, Bauherren, Fachplaner und andere Gewerke - eng zusammenarbeiten. Schließlich ist ein detaillierter Nachweis aller umgesetzten Maßnahmen und deren Auswirkungen erforderlich, um die DGNB Zertifizierung zu erhalten. 

  • Nachhaltigkeit: Das Hauptziel der DGNB Zertifizierung ist die Bewertung und Sicherstellung der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit eines Gebäudes.
  • Energieeffizienz: Das Gebäude sollte möglichst wenig Energie verbrauchen und idealerweise erneuerbare Energien einsetzen.
  • Umweltschutz: Umweltaspekte wie Wasserverbrauch, Abfallmanagement und Reduzierung von Schadstoffemissionen müssen berücksichtigt werden. Regenwassernutzung und Abfalltrennung sind Beispiele für Maßnahmen, die gefördert werden.
  • Gesundheit und Komfort: Dies beinhaltet gute Luftqualität, angemessene Belichtung und akustischen Komfort für Gebäudenutzer.
  • Flächenoptimierung: Es ist wichtig sicherzustellen, dass Raumressourcen sinnvoll genutzt werden.
  • Bauökologie: Die Herkunft der Baustoffe und deren Umweltauswirkungen werden analysiert. Nachhaltige Materialien und ökologische Bauweisen werden gefördert.
  • Innovation: Die Integration von innovativen Technologien und Konzepten, die zur Nachhaltigkeit beitragen, wird anerkannt und positiv bewertet.
  • Lebenszyklusbetrachtung: Die Lebenszykluskosten und -auswirkungen des Gebäudes sind wichtig. Dies umfasst nicht nur die Baukosten, sondern auch die Betriebs- und Instandhaltungskosten über die gesamte Lebensdauer des Gebäudes.
  • Mobilität und Anbindung: Eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und Fahrradparkplätze können Pluspunkte bringen.
  • Soziale Verantwortung: Die Auswirkungen des Gebäudes auf die lokale Gemeinschaft, beispielsweise wie das Gebäude die lokale Wirtschaft unterstützt und soziale Interaktion fördert, werden berücksichtigt.

Neben dem hohen Stellenwert in der städtischen Gestaltung von Düsseldorf wird das K II mit seiner Architektur besonders im Hinblick auf die Ressourcenknappheit und den Umweltschutz auch in Zukunft Maßstab für neue Bauvorhaben sein."

Stephan Deußer, Projektleiter B&L Gruppe

Nachhaltige Lösungen für eine erfolgreiche DGNB Zertifizierung

Die Integration von innovativen Technologien und Konzepten, die zur Nachhaltigkeit beitragen, wird bei der DGNB Zertifizierung positiv bewertet. Kein Wunder also, dass im Nachhaltigkeitsprojekt Kö-Bogen II Türtechnologie von GEZE zum Einsatz kommt. Eine Vielzahl unserer Produkte erfüllt die Nachhaltigkeitsanforderungen der führenden globalen Green-Building-Bewertungssysteme, wie sie von DGNB und LEED festgelegt werden. Diese Konformität machen wir freiwillig durch die Bereitstellung von Umwelt-Produktdeklarationen (EPDs) für unsere Produkte transparent. Zudem finden sich unsere Produkte in den Online-Datenbanken DGNB Navigator und greenbuildingproducts.eu und sind dort mit den jeweiligen Zertifikaten hinterlegt. Die Zertifikate bescheinigen die Anzahl der Punkte, mit welchen ein GEZE Produkt zur erfolgreichen DGNB oder LEED Zertifizierung eines Gebäudes beitragen kann.

Begrünte und geneigte Fassade - eine Herausforderung für die Türtechnik

Kö-Bogen II und das Dreischeibenhaus Düsseldorf

Individuell angepasste Türtechnik: der GEZE Slimdrive SL NT-FR. © Jürgen Biniasch / GEZE GmbH

Slimdrive SL NT-FR

Die Eingänge zu Geschäften und Büros werden mit der schmalen Schiebetüranlage optisch ansprechend gestaltet. © Jürgen Biniasch / GEZE GmbH

Eine besondere Herausforderung stellte die komplexe und anspruchsvolle Einbausituation für Schiebe- und Drehtürantriebe in der mit Hainbuchen begrünten und teils geneigten Fassade dar. Aufgrund der geringen Antriebshöhe von nur 7 cm sind hier unsere Slimdrive Schiebetürsysteme perfekt: Dank der geringen Bauhöhe fügen sie sich harmonisch in die begrünte Fassade ein. 

  • Für den Einsatz an winkeligen Fassaden oder Ecken, beispielsweise am Pavillon, Tiefgaragen- und Gastronomiezugang, wurde der Slimdrive SLV objektspezifisch projektiert und mit dem zum Projekt passenden Winkel in der Antriebsschiene hergestellt.
  • In Flucht- und Rettungswegen kommt der Slimdrive SL NT-FR mit Fluchtwegfunktion zum Einsatz.
  • Weitere Pluspunkt in Sachen Nachhaltigkeit: Das Slimdrive Türsystem verlängert seine Lebensdauer effizient mit einem sehr laufruhigen, verschleißarmen Gleichstrom-Antrieb und selbstreinigenden Rollenwagen. Eine eigenständige Fehlererkennung und Protokollierung verringern den Wartungsaufwand zusätzlich. Das schont Ressourcen.

Sonderlösungen zur Schließkantenabsicherung für die begrünte und geneigte Fassade

Slimdrive SLV

Das bewährte Schiebetürsystem von GEZE gewährleistet trotz der schrägen Fassadenkonstruktion normgerechten Schutz und Nachtverschluss. © Jürgen Biniasch / GEZE GmbH

Zudem konnten wir mit speziellen Sonderlösungen für die vorgeschriebene Absicherung der Nebenschließkanten an der abgewinkelten Fassade sorgen. Hier war der Abstand zwischen Schutzflügel und Fassade so groß, dass die Gefahr bestand, dass sich beispielsweise Kinder zwischen Schutzflügel und Fassade stellen könnten. Unsere Lösung: speziell geplante und angefertigte Glas- bzw. Blechschwerter zur Schließkantenabsicherung. Dies erforderte eine intensive Zusammenarbeit der GEZE-Objektberater mit der Planung und Objektabsicherung sowie anderen Gewerken.

Bei einem so ambitionierten Projekt wie dem Kö-Bogen II ist es entscheidend, dass bereits bei der Planung alle Gewerke gut zusammenarbeiten. GEZE hat bei der Ausarbeitung passender objektspezifischer Lösungen, der gewerkeübergreifenden Planung und der Umsetzung einen wertvollen Beitrag geleistet.

Wolfgang Faßbender, Architekten- und Objektberater bei GEZE

Planungsberatung und Wartung über den gesamten Projektlebenszyklus

Für eine erfolgreiche DGNB Zertifizierung sind detaillierte Nachweise über die umgesetzten Maßnahmen und ihre Auswirkungen erforderlich. Daher sind eine zuverlässige und kompetente Planungsunterstützung und Abwicklung aus einer Hand von großem Vorteil. Unsere Experten bieten Ihnen von der Planung über die Montage bis zur Wartung und ggf. Rückbau individuelle Beratung und umfassende Services. 

Wichtig bei Zertifizierungen nachhaltiger Bauprojekte

Viele Bauvorhaben streben eine Zertifizierung an, denn Nachhaltigkeitszertifizikate sind oft eine Voraussetzung für die Bewilligung von finanziellen Mitteln, wie zum Beispiel einer KfW-Förderung. Michael Halstenberg, Rechtsanwalt und Ministerialdirektor a.D., und Günther Weizenhöfer, Architekt und Team Lead Pre Sales Development, diskutieren über aktuelle Entwicklungen und mögliche Schwierigkeiten bei der Haftung im Falle eines Mangels.

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